Die Giftmischerin

von Bettina Szeama (313 Seiten)

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Klappentext:
Der Engel von Bremen. Die Hansestadt Bremen im frühen 19. Jahrhundert. In ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen, intelligent und schön, sehnt sich die junge Gesche nach Glanz und Reichtum. Um dieses Ziel zu erreichen, ist ihr jedes Mittel recht. Skrupellos und heimtückisch tötet so alle, die ihrem Erfolg im Weg stehen.

Warum habe ich dieses Buch gelesen?
Manchmal (und seit dem ich denken kann), wenn ich in Bremen bin und beim Dom vorbeikomme, suche den Spuckstein, der die Stelle markiert, an der Esche Gottfried letztendlich geköpft wurde. Manchmal finde ich ihn, viel öfter jedoch nicht, da er dich perfekt im Kopfsteinpflaster neben dem Dom versteckt. Irgendwann habe ich dann dieses Buch vor einiger Zeit in einer Buchhandlung entdeckt und fand es eine sehr schöne Idee, etwas mehr über die Geschichte der Stadt zu erfahren, in der ich geboren wurde.

Meine ganz persönliche Meinung zu diesem Buch:
Die Geschichte von Gesche fängt mit Ihrer Geburt an. Ihre Mutter bekommt Zwillinge und da Margarethe (die Mutter) nicht genügend Milch für Gesche und ihren Bruder hat, wird Gesche von einer Negerin (so steht es im Buch) aus dem Zuchthaus genährt, die wegen Mord und Unzucht nur knapp ihrem Todesurteil entkommen ist. Warum dieses zu Beginn des Buches so detailliert beschrieben wird, weiß ich nicht, denn im Laufe des Buches wird darauf nie wieder Bezug genommen oder dieses als Grund für den bösen Charakter von Gesche vermutet. Erst auf Seite 136 stirbt die erste Person durch Gesche (Ihr Ehemann), gefolgt von Ihrer Mutter auf Seite 165. Bisher wurden die Beweggründe Gesche’s gut beschrieben und man konnte sie fast ein wenig verstehen. Ab jetzt jedoch mordete sie regelmäßig und am Ende verlor ich ein bisschen den Überblick. hier hätte ich mit ein wenig mehr Hintergrund als die reine Geldgier erhofft. Das Buch endet mit einem Gespräch des Polizeidieners Bergmann mit seiner ältesten Tochter, wo noch einmal berichtet wird, wie sich Gesche die letzten Tage in Gefangenschaft verhalten hat. Ganz am Ende des Buches gibt eine Übersicht über die Morde, die jedoch leider falsch ist, da hier zum Beispiel steht, Gesche hätte ihre Freundin Anna umgebracht (sie kam in dem Buch gar nicht vor, meine ich), laut Geschichte war es jedoch Marie.

Fesselfaktor:
Mittel

Wielange habe ich gebraucht, es durchzulesen
knapp eine Woche

Fazit
Es ist ein nettes Buch, um die Bremer Geschichte etwas näher kennenzulernen, mehr aber auch nicht.

Punktebewertung:
Auf einer Skala von 1-10 würde ich dem Buch 5 Punkte geben.

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Kategorie Tagebuch

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