Vorfreude, aber auch viele Fragen und ein bisschen Angst

Ich glaube, das beschreibt meinen Gemütszustand im Moment am allerbesten, wenn ich an die bevorstehende Geburt denke! Ich freue mich so sehr, diese kleinen Wunder bald kennenlernen zu dürfen und zugleich frage ich mich, ob ich vom ersten Augenblick an diese tiefe Liebe spüren werde.

Wie sehen sie wohl aus? Werde ich sie anschauen und in Verzückung geraten? Oder schaue ich sie an und habe das Gefühl, Fremde anzuschauen?

Nun sehen Babies ja oft aus wie ihre Papas, damit diese ihren Nachwuchs auch anerkennen (war doch so, oder?), daher werden diese kleinen Krümel bestimmt zum Knutschen sein. Aber was, wenn nicht? Es sind nun mal nicht alle Babies süß! Ich finde sogar, dass es ganz häßliche Babies gibt. Was ist, wenn ich genauso denke? Was wenn ich diese kleinen Wunderwesen, deren Füßchen ich tagtäglich versuche zu fangen, deren kleinen Pos ich durch die Bauchdecke streichle und deren Rücken ich täglich kraule, doof finde?

Es kann vorkommen, das weiß ich und ich weiß, dass genau dann viele liebe Menschen für mich da sein würden!

Es ist keine Schande, nicht sofort in Verzückung zu geraten und vor Liebe zu zerfließen und doch ist es genau das, was ich mir wünsche und eigentlich kann ich mir gar nichts anderes vorstellen. Klingt wirr, ich weiß, aber genauso fühlt es sich an.

Und die Geburt? Keiner hat meinen Bauchbewohnern vorher verraten, dass Zwillinge eigentlich etwas kleiner als Einlinge sind. Ich weiß nicht, wessen Aufgabe es gewesen wäre, aber das ist jetzt auch egal. Die beiden Krümel sind jeder einzeln geschätzt so groß und schwer wie Einlinge (eher sogar etwas schwerer) und wiegen zusammen schon mehr als 6 kg! Die Köpfe haben einen Umfang von 31 und 33 cm, was etwas größer ist, als ein in der Länge zusammengerolltes Blatt Papier. Habt Ihr Euch schonmal angeschaut, wie groß das ist? Ich hoffe sehr, dass das Gewebe weich genug ist, um nicht geschnitten werden zu müssen. Die Ärzte und ich sind nämlich nicht ganz einer Meinung, welcher Schnitt am besten ist, weswegen ich sehr hoffe, dass es entweder gar nicht oder von alleine reißt.


Letztendlich kommt alles wie es kommen soll und wie heißt es so schön? „Jeder bekommt das, was er tragen kann!“

Darauf vertraue ich und säße meine fast 90jährige leicht demente Oma jetzt hier neben mir, würde sie (wie ungefähr jeden Tag in den letzten Wochen) jetzt sagen: „Das haben schon andere vor Dir geschaftt, Du schaffst es auch!“ Ich hasse zwar diesen Spruch, aber vielleicht ist es genau das, was ich mir nun verinnerlichen muss.

ICH SCHAFFE DAS!!!

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