Wenn Ihr zu Bett geht…

Oma M. kommt fast jeden Abend und gemeinsam legen wir los. Während Papa kocht, Flaschen sterilisiert und die Katzenklos saubermacht, tüdeln Oma und ich mit Euch gemeinsam auf der Wickelkommode rum. Wir waschen Euch, ziehen Euch um und eine frische Windel bekommt Ihr natürlich auch! Wir singen und erzählen Euch von dem Tag und den Plänen für den nächsten Tag. Danach gehen wir in unser Schlafzimmer und Ihr bekommt die letzte Flasche während wir für Euch summen oder singen.

Tom, Du süßer Käfer, Du fängst auf der Wickelkommode meist an, alles zusammenzuschreien und hörst erst auf, wenn die Flasche Deine Lippen berührt. Es ist faszinierend, zu sehen, wie sich Dein Gesichtsausdruck innerhalb von Millisekunden verändert und Du seelig die Milch in Dich reinsaugst! Irgendwann schläftst Du ein und ich lege Dich auf meine Brust (alternativ eben Oma oder Papa, wenn Oma nicht kann). Du schläfst normalerweise einfach weiter, rülpst einmal ordentlich und fängst irgendwann an, ganz doll, Deinen Körper “zurechtzuruckeln” (nach ca. 20 Minuten). Mein Herz geht jedes Mal auf und ich könnte Dich fressen, so süß bist Du. Das ist der Augenblick, an dem ich Dich in’s Beistellbettchen lege, auf den Bauch, denn so schläfst Du einfach am besten. Wenn ich Dich mal auf den Rücken lege, wachst Du spätestens nach 30 Minuten wie von der Tarantel gestochen auf und bist nur zu beruhigen, indem ich Dich auf den Arm nehme und Du Deine Händchen fest um meinen Hals legen kannst.

Anni, meine Krabbe, Du fängst auch meist auf der Wickelkommode, herzzerreißend zu schreien und bist nicht ganz so einfach zu beruhigen. Im Grunde bist Du Du todmüde und findest genau das toootal doof! Wenn Du Dich erstmal etwas beruhigt hast, trinkst Du tatsächlich die ersten Schlucke bis Du entweder weiterweinst (dann müssen wir herumlaufen und kuscheln oder Dich auf den Rücken legen) oder Deine Augen beginnen, zu strahlen und Du anfängst in einer Tour zu brabbeln. Man hat den Eindruck, Du unterhältst Dich dann richtig, denn immer wenn Du etwas “gesagt” hast, schaust Du einen ganz erwartungsvoll an, legst Deinen Kopf schief und forderst einen ggf. auf durch weiteres Glucksen, Dir endlich zu antworten. Der Nucki in Deinem Mund wird einfach ignoriert, daher wandert die Flasche erstmal auf den Nachttisch. Irgendwann schwenkt das zuckersüße Strahlegesicht um, Dein Mund formt sich viereckig, die Unterlippe schiebst Du hervor und fängst wieder bitterlich an, zu weinen. Also alles wieder von vorne. Irgendwann schläfst Du ein, um 20 Minuten später Deinen Kopf hin- und herzuschmeißen, für mich das Zeichen, dass ich Dich jetzt weiterfüttern kann. Dieses Mal ohne Brabbeln, Lachen, Weinen, meist den Kopf zur Seite geneigt, trinkst Du nun eine Wahnsinnsmenge, um dann irgendwann einfach dabei einzuschlafen. Nach 10-20 Minuten kann ich auch Dich nun in’s Beistellbettchen legen, auf den Rücken, neben Deinen Bruder. Manchmal haltet Ihr Händchen, meist jedoch kuscvhelt sich jeder für sich in seine Decke…

Wenn Ihr nicht wieder einmal erkältet seid, schlaft Ihr mittlerweile sogar bis 7 oder 8 Uhr durch, ansonsten weckt Euch eine verstopfte Nase und wir saugen erstmal die Nase frei. Zur Belohnung gibt es danach eine Flasche (ok, die wird auch teilweise sehr lautstark eingefordert) und Kuscheleinheiten, da ich nachts am ehesten mich einfach mal ganz alleine um einen von Euch kümmern kann. In diesen Nächten bekomme ich dann nicht sehr viel Schlaf, da es ungefähr euine Stunde dauert. Wenn nur einer von Euch nachts kommt, macht es mir nicht ganz so viel aus (außer, wenn ich mal wieder ertst um 1 Uhr ins Bett gegangen bin und der erste von Euch um 2 Uhr kommt), bei beiden ist die Nacht dann meist ab da so ziemlich vorbei.

Aber das Wichtigste ist, dass es Euch gut geht, dass Ihr wisst, dass ich für Euch da bin, wenn Ihr mich braucht (Papa auch, aber er schläft wie ein Felsen und bekommt nachts nicht einmal mit, falls Ihr nach Luft ringt, schreit oder ich Euch füttere). Weckt mich sooft Ihr das Gefühl habt, dass Ihr mich braucht, aber denkt daran, dass ich auch nichts dagegen habe, wieder ein paar Tage lang hintereinander durchzuschlafen, um morgens in Eure Grinsegesichter zu schauen 😉

6 Kommentare

  1. Um die Schlafenszeiten beneide ich dich!!! Aber das Theater vor dem Zubettgehen kenne ich noch! Zum Glück läuft es hier jetzt meist friedlich.. 🙂

  2. Das ist unterschiedlich…ein bis zwei Stunden, schätze ich mit Wickeln, Füttern und Hinlegen. Mal klappt es besser, mal brauchen wir etwas länger. Aber in der Regel schlafen sie mittlerweile binnen Minuten ein.

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