Pippa, was machst Du eigentlich den ganzen Tag?

Manchmal frage ich mich das auch! Ehrlich! Der Tag hat 24 Stunden und gef√ľhlt bin ich nonstop auf den Beinen und schaffe dennoch kaum wirklich was. In der Regel schlafen die Kr√ľmel im Moment vormittags sehr gut und oft sogar zeitgleich, so dass es meist funktioniert, sie gemeinsam mittags zu f√ľttern. An den Nachmittagen scheinen sie sich irgendwie abzusprechen, denn es schl√§ft immer nur maximal einer. Das ist anstrengend, aber v√∂llig ok, denn so kann ich mich mal ausschlie√ülich um einen der beiden k√ľmmern, was zugegebener Ma√üen leider viel zu selten vorkommt. Aaaber‚Ķ an manchen Tagen kommt eben alles anders, als man denkt, so auch heute…

02:00 Uhr: Ich löse mich endlich von meinem Läppi und schleppe mich die Treppe hoch. Mein Handy synchronisiert nach einem Update nicht mehr und das wollte ich nicht auf mir sitzen lassen. Letztendlich gebe ich mich aber geschlagen und krabbel ins Bett.

02:15 Uhr: Mir f√§llt ein, dass ich die Thermoskanne mit warmen Wasser unten in der K√ľche vergessen habe und hole sie schnell. Meist ben√∂tigen wir sie eh erst morgens, aber ich wette, h√§tte ich sie nicht oben parat, w√ľrden die Kr√ľmel nachts eine Flasche einfordern. Nat√ľrlich umgehend!

02:30 Uhr: Endlich schalte ich auch mein Handy aus. Ich muss dringend weniger auf Instagram und Co. Aktiv sein. Ich stelle mir den Wecker auf 07:30 Uhr und schlafe umgehend ein.

06:00 Uhr: Der K√§fer f√§ngt an, sich bemerkbar zu machen. Er schl√§ft auf dem Bauch, einen Schnuller in der linken Hand, den Kopf nach rechts gedreht, und realisiert, dass sich in seinem Mund kein Schnuller befindet. Erst ein leichtes St√∂hnen, was in ein paar Minuten zu einem Schreien mutieren w√ľrde. Also schnell handeln. Die anderen 4 Schnullis liegen alle unter ihm, mir gelingt es dennoch einen hervorzuangeln und ihn in seinen Mund zu schieben.

06:05 Uhr: Der K√§fer f√§ngt an, sich bemerkbar zu machen (hatten wir gerade schon). Es ist also nicht der Schnuller, sondern entweder m√∂chte er N√§he oder aber er m√∂chte endlich ‚Äěgewendet‚Äú werden. Ich ziehe ihn zu mir, lege ihn mir auf die Brust und summe ihm leide etwas ins Ohr.

06:20 Uhr: Genug gekuschelt, findet der Käfer, Zeit zum Wenden! Ich lege ihn also auf die Bettseite von Herrn Nilsson, der momentan auf Geschäftsreise ist und erst in 1,5 Wochen wiederkommt und streichle seinen Bauch. Während ich wieder einschlafe, spielt er mit seinem Schnuffeltuch und wirkt zufrieden.

07:00 Uhr: Der K√§fer bekommt Hunger und auch die Krabbe ist mittlerweile wach. Sie quatscht mit dem Mobile und ich h√∂re den langsam beginnenden Unterton! Also schnell zwei Flaschen gemacht und zur√ľck ins Bett. Beide Kr√ľmel drapiere ich so um mich, dass mir beim F√ľttern nicht die Arme abfallen, falls es etwas dauern sollte. Ring- und kleine Finger werden von vier s√ľ√üen Speckh√§ndchen geknetet, gestreichelt und festgehalten, Daumen und Zeigefinger halten die Flasche und die Mittelfinger halten die Spuckt√ľcher fest, die sich die beiden zwischendrin wieder vom Hals ziehen.

07:30 Uhr: Der Wecker klingelt und ich fische mit dem Fu√ü nach meinem Handy. Ich schaffe es sogar, den Wecker mit meinem gro√üen Zeh auszuschalten. Der K√§fer schl√§ft fast wieder ein, was gerade nicht passt, denn um 9 Uhr kommt meine Mama, bis dahin m√∂chte ich, dass wir alle gewaschen bzw. ich geduscht und satt sind. Also den K√§fer geschnappt und ihn ins Kinderbett im Kinderzimmer gelegt. Die Krabbe geholt, ab auf den Wickeltisch, den K√§fer aus dem Bett gehoben und auch auf den Wickeltisch. Ausziehen, waschen, wickeln, singen und Quatsch machen, anziehen und die Krabbe ins Babybett gelegt. Den K√§fer ebenfalls. Der K√§fer ist todm√ľde, findet irgendwelchen imagin√§ren Fussel jedoch um einiges spannender, so dass er auf einmal wieder hellwach ist. Die Krabbe br√ľllt. Also ab ins Schlafzimmer und ihre Flasche geholt. Da ich schon hier bin, schnell das Bett schickgemacht und √úberwurf dr√ľber. Krabbe gef√ľttert und Bauch gestreichelt. Sie reibt sich die Augen und ist ‚Äědr√ľber‚Äú. Wie der r√ľbergelaufen und Schnullis geholt, hilft nur kurzzeitig. Also Krabbe geschnappt und aufs Elternbett gelegt, K√§fer dazu, nat√ľrlich b√§uchlings. Der K√§fer braucht keine zehn Sekunden, um einzuschlafen.

08:30 Uhr: Mittlerweile schlaf-br√ľllt die Krabbe schon seit ca. 30 Minuten. Normalerweise will sie dann einfach weggelegt werden und Tuch und Schnulli haben, bringt aber heute nichts. Also Krabbe auf den Arm, schunkeln und f√ľr sie da sein.

08:45 Uhr: Die Krabbe ist eingeschlafen und ich kann sie im Beistellbettchen parken. Schnell Mama gesimst, dass es reicht, wenn sie um 09:30 Uhr kommt, da beide schlafen. Dabei gesehen, dass sie schon losgefahren ist. Schnell nach unten und f√ľr Mama etwas ausgedruckt, einen Tee f√ľr mich gekocht, Flaschen auseinandergeschraubt und in eine Sch√ľssel mit hei√üem Wasser, in den Keller gerannt, um die ausgedruckten Zettel zu holen, nichts im Drucker, wieder auf ‚Äědrucken‚Äú geklickt, wieder in den Keller, W√§sche aus dem Trockner genommen und bepackt mit Zettel und W√§sche wieder ins Wohnzimmer.

08:55 Uhr: Ab unter die Dusche (Hier bleibe ich!)

09:05 Uhr: Schnell anziehen (Bikini nicht vergessen) und nach unten. Ich höre Mama schon, sie hat den Steri angeschmissen und die Flaschen gewaschen. Danke Mama!

09:10 Uhr: Die Krabbe ist wach, der K√§fer schl√§ft zum Gl√ľck noch! Krabbe geschnappt, nach unten zu Mama, Krabbe √ľbergeben und Tasche f√ľrs Schwimmen gehen gepackt.

09:15 Uhr: kurz hingesetzt und einen Tee getrunken, Übergabe an Mama mit Infos, wann der Käfer wieder etwas essen sollte, damit ich ein gemeinsames Mittag-Brei-Essen hinbekomme.

09:30 Uhr: Mit der Krabbe zusammen zum Schwimmen gefahren.

09:45 Uhr: Ankunft (den Kurs kannte ich nicht. Ich hatte einen anderen Termin getauscht und darf im Moment die ausgefallenen Stunden der Krabbe (wegen ihrer Ekzeme) in anderen Kursen nachholen. Mich schnell ausgezogen und bepackt mit der Krabbe und Handt√ľchern r√ľber ins Schwimmbad, erst duschen, dass die Krabbe ausziehen. Schulfreundin getroffen, die ebenfalls diesen Kurs macht und ihre Maus 8 Tage fr√ľher bekommen hat als ich unsere.

10:00 Uhr: Der Kurs beginnt, ich entspanne und die Krabbe erzählt laut, sie ist einfach zum Knutschen.

10:40 Uhr: Wieder ab unter die Dusche und die Krabbe wieder angezogen und gewickelt. Da heute keine Papis dabei sind, vor Ort und Stelle in meine Unterw*sche geschl√ľpft (spart gleich Zeit) und in UW wieder in die Umkleide.

11:00 Uhr: Jeans, Shirt und Strickjacke √ľbergeschmissen, mit nassen F√ľ√üen in die Socken (die Krabbe ist im MaxiCosi geparkt), denn die Krabbe br√ľllt wieder. Hunger und m√ľde ist auch eine doofe Kombi! Krabbe gef√ľttert und mich mit den anderen Muttis unterhalten. Nummern mit Schulfreundin ausgetauscht und viele neue Geschichten einer anderen Mutti geh√∂rt, die spontan blieb, bis ich fertig mit F√ľttern war. Die Krabbe schl√§ft an Ort und Stelle ein.

11:30 Uhr: Jetzt aber schnell! Ab zur Post und zu Rossmann.

11:45 Uhr: Vor dem Schalter ist eine Schlange, da lass ich die Krabbe nicht alleine im Auto. Also MaxiCosi und Paket unter den Arm geklemmt und mit dem Ellenbogen die T√ľr ge√∂ffnet. Paket abgegeben, wieder ins Auto und Rossmann angerufen. Ich hatte 60 Liter Babywasser bestellt und wollte Bescheid geben, dass ich gleich komme und sie es bereit stellen k√∂nnen.

12:00 Uhr: Ankunft bei Rossmann. Schnell ein paar Beißringe, Eckenschutz, Sagrotan, ChaiLatte und ein Knisterbuch gekauft und Hilfe angenommen beim Tragen des Wassers ins Auto. An der Kasse wurde ich außerdem vorgelassen, damit ich fertig bin, bevor die Krabbe aufwacht! Nette Leute!

12:20 Uhr: Wieder zu Hause sehe ich, dass Mama den Rasen gem√§ht hat, der K√§fer schl√§ft seit ein paar Minuten im Kinderwagen, die Krabbe wacht auf und ich lege sie auf die Spielwiese und m√∂chte mich dazulegen. Haha. Brei aus dem K√ľhlschrank geholt und ins hei√üe Wasser gestellt. W√§sche zusammen- und weggelegt.

12:30 Uhr: Nasse Sachen aufgeh√§ngt, Tasche ausger√§umt, Thermoskanne vorbereitet, Flaschen zusammengeschraubt und Kohl und Kartoffeln aus dem Keller geholt. Mama kocht heute f√ľr mich J

12:40 Uhr: Die Krabbe beschäftigt, den Käfer aus dem Laufstall dazugeholt (er ist auch wieder wach) und beide bespaßt bis ich merke, dass sie am verhungern(!) sind.

12:45 Uhr: K√§fer wieder in den Laufstall und die Krabbe gewickelt (auf dem Esstisch). Krabbe in den Stuhl geschnallt und den K√§fer gewickelt, ebenfalls angeschnallt. Brei, L√§tzchen, Spuckt√ľcher geholt und zwei Flaschen gemacht. L√∂ffel vergessen, wieder zur√ľck in die K√ľche, in der Mama kocht.

12:50 Uhr: Es gibt Brokkoli-Kartoffel-Rindfleischbrei. Die Krabbe isst gut (was das Schlucken angeht), hat nach 40 g. Allerdings keine Lust mehr und br√ľllt. Mama kommt und gibt ihr die Flasche (mache ich sonst parallel). Der K√§fer isst heute 120 g und nimmt danach trotzdem noch eine Flasche.

13:15 Uhr: Gleiches Spiel wie heute Morgen, was das Schlafen angeht (der K√§fer schl√§ft schnell ein, die Krabbe hat Schwierigkeiten, in den Schlaf zu finden und br√ľllt.

14:00 Uhr: In der elektrischen Wippe schl√§ft sie ratzfatz ein. Endlich Zeit, etwas zu essen heute! Zeitgleich helfe ich meiner Mama bei einem Schriftst√ľck √ľber sechs Seiten. Zum Drucken renne ich gef√ľhlt 111 Mal in den Keller. Das Essen ist kalt, schmeckt aber trotzdem und daf√ľr ist der Nachschlag warm!

14:30 Uhr: Meiner Cousine geschrieben, dass ich mich versp√§ten w√ľrde. Wir waren eigentlich um 15 Uhr verabredet (sie hat vor f√ľnf Wochen einen Sohn bekommen) und mich auf dem Weg machen w√ľrde, sobald einer der beiden aufwacht. Ein jaulendes Kind kann ich alleine handeln, zwei sind da schon eine ganz andere Hausnummer.

14:35 Uhr: Wickeltasche gepackt f√ľr gleich, damit ich schnell loskann, sobald sie sich r√ľhren. 650 g Kartoffeln (frisch), Fleisch (Gl√§schen), √Ėl und O-Saft zu einem Kartoffel-Fleisch-Brei mit unserem Knut von Therm (Thermomix) verarbeitet und so insgesamt zw√∂lf Portionen eingefroren. (So kann ich mich spontan f√ľr ein Gem√ľse entscheiden und es einfach hinzuf√ľgen.)

14:55 Uhr: Der K√§fer wacht auf. Vorsichtshalber nochmal wickeln und f√ľttern.

15:15 Uhr: Alle vorsichtigen Versuche, die Krabbe zu wecken, sind gescheitert. Ich habe ein schlechtes Gewissen, sie zu wecken, aber es n√ľtzt nichts. Den K√§fer bei meiner Mama zum Bespa√üen geparkt (sonst w√§re er unter den Spielebogen gekommen) und die Krabbe vorsichtig zum Wickeltisch getragen. Hungrig wirkt sie noch nicht, daher gemachte Flasche eingepackt und Kr√ľmel in die MaxiCosis.

15:30 Uhr: Auf zu meiner Cousine. Den Tee habe ich kurz vorm gehen kalt getrunken und abwechselnd einen der Kr√ľmel auf dem Scho√ü gehabt, gef√ľttert oder bespielt.

18:00 Uhr: Die Kr√ľmel werden knatschig, also ab nach Hause!

18:05 Uhr: Ich bin keine drei Minuten Autogefahren, da schlafen sie schon alle beide. Endlich Zeit, meine Beste anzurufen, die heute Geburtstag hat.

18:30 Uhr: Ankunft zu Hause, Kr√ľmel wieder wach. Alles wieder reingetragen und Kr√ľmel in den MaxiCosis im Wohnzimmer geparkt. Tasche ausgepackt, Kr√ľmel auf die Spielwiese, Schlafanz√ľge und Schlafs√§cke von oben geholt, Bett freigemacht, Fenster zu, Nachtlicht an, Jalousien runter und Lalelu angeschmissen.

18:40 Uhr: Kr√ľmel gewickelt, den jeweils anderen unter dem Spielebogen motzen lassen.

18:45 Uhr: Katzen gef√ľttert, Flaschen gemacht, Schlafanz√ľge an, Kr√ľmel gef√ľttert (erst zeitgleich, dann im Wechsel), beide bespielt und im Dschungel gewesen.

20:00 Uhr: Dem K√§fer fallen die Augen zu, Zeit, hochzugehen. Erst aber nochmal Flaschen aufgef√ľllt, diese sowie Handy und was zu trinken f√ľr mich hoch, ich wieder runter, beide Kr√ľmel auf den Arm und zu dritt nach oben (sie wiegen zusammen zwischen 15 und 16 Kilo). Beide wieder hellwach. Die Krabbe trinkt nochmal 260 ml, der K√§fer 200 ml. Irgendwann leg ich mich neben die beiden und schlafe i√©in.

20:45 Uhr: Ich wache auf und die beiden schlafen!

21:00 Uhr: Ich gehe wieder runter, räume fix auf und falle auf die Couch. Ich checke Mails und meine Whatsapp-Nachrichten, snapchatte ein wenig (bin da noch in der Findungsphase).

21:00 Uhr: Ich habe Hunger und mache mir ein Schokom√ľsli.

23:00 Uhr: Ich liege noch immer auf der Couch und ich plane ins Bett zu gehen, nur noch kurz ein paar Blogs anschauen. Mehrere Posts entdeckt zu dem Thema „Was machst du eigentlich den ganzen Tag?“ (Hashtag #WMDEDGT), initiiert von Frau Br√ľllen und spontan beschlossen, mitzumachen.

23:30 Uhr: Ich beginne, aufzuschreiben, wie mein Tag heute war (gestern w√§re er spannender gewesen, da war ich zwei Stunde spazieren, hielt wenigstens f√ľr eine kurze Zeit den FitBit Tagesrekord, habe einen Teil unserer B√ľsche beschnitten‚Ķ).

01:00 Uhr: Der Post geht online und ich ins Bett.

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