Gastbeitragsreihe “Liebes Tagebuch”

Ich bin mit Leib und Seele Mama, meistens zumindest. 😉 Doch gerade zu Beginn hatte ich oft Gedanken, die nicht sehr nett waren. Ich habe unseren Weg zum Kind hinterfragt, mich gefragt, ob es das alles wert war. Ich konnte verstehen, warum manche Mütter ihre Kinder weggeben, ihre Familien verlassen und vieles mehr. Hätte ich sie damals laut geäußert, hätte man vermutlich das Jugendamt gerufen…

Durch viele Gespräche mit anderen Mamas und auch Papas weiß ich, dass es so viele Geschichten gibt, die einen beschäftigen können! Man stellt Dinge und Entscheidungen in Frage und schüttelt im selben Augenblick den Kopf für solche Gedanken. Es gibt die Frau, die abtreiben möchte und sich dafür hasst, schwanger geworden zu sein, bis sie ihrem Kind zum ersten Mal in die Augen schaut und sich alles Negative in Liebe umwandelt. Eine andere Frau liebt Ihr ungeborenes Kind und muss es doch weggeben, aus Gründen, die vielleicht sogar nachvollziehbar sind. Es gibt Frauen und Männer, die es schwer haben, eine Beziehung zu ihrem Kind aufzubauen und es dennoch irgendwie geschafft haben. Andere fühlen sich als Versager, aus welchen Gründen auch immer. Es gibt Familien, die einen langen Weg hinter sich haben, um endlich schwanger zu werden und fragen sich, ob es das wert war! Manch einer verliert durch die Schwangerschaft oder die Kinder den Job, die Freunde oder den Kontakt zur Familie und trotzdem ist es das Beste, was hätte passieren können. Wieder andere haben Angst, dass die Beziehung dem Druck nicht standhält oder sieht seinen Partner vielleicht mit ganz anderen Augen und hat sich einfach entliebt, hält aber weiter durch!

Es gibt so viele Geschichten, die es wert sind, erzählt zu werden, obwohl man sie vermutlich eigentlich nur seinem Tagebuch anvertrauen möchte.

Mein Blog ist für mich mein Tagebuch, weswegen ich mich dazu entschieden habe, diese Gastbeitragsreihe “Liebes Tagebuch…” zu nennen. Ich möchte einen Raum schaffen, um genau diese Geschichten zu sammeln und somit anderen zu zeigen, dass es ganz normal ist, zu stolpern, zu zweifeln, stehen zu bleiben, wieder aufzustehen und weiterzugehen! Dass kaum einer die Zeit des Kinderwunsches, die Schwangerschaft oder auch das Elternsein (insbesondere im ersten Jahr) erlebt und dabei ausschließlich positive Gedanken hat. Im ersten Beitrag werde ich von mir und den Gedanken als Neumama berichten…

Jeder hat eine Geschichte, die es wert ist, gelesen zu werden. Magst Du mir Deine erzählen? Die Beiträge können natürlich auch anonym veröffentlicht werden.

Liebe Grüße
Pippa

Alle Beiträge findet Ihr hier!

Kommentar verfassen