Tipps zum Reisen mit Kleinkindern

Für den ersten Urlaub zu viert haben wir uns Mallorca als Reiseziel ausgesucht. Wir wollten gerne so viel Sonne wie möglich bei so wenig Flugstunden wie nötig. Um die Osterzeit hatten wir Temperaturen zwischen 17 und 20 Grad, was für uns perfekt war, denn auch, wenn wir die Krümel jeden Morgen mit 50er Sonnencreme eingecremt haben, so haben wir trotzdem darauf geachtet, dass so wenig Haut wie möglich der direkten Sonne ausgesetzt war. Außerdem war uns wichtig, dass Strand und Ort fußläufig gut mit dem Kinderwagen zu erreichen waren und dass wir die Möglichkeit hätten, uns selbst zu verpflegen, für den Fall der Fälle.

Die Nächte waren anstrengend, denn das Bett war eben nicht so groß wie bei uns zu Hause und auch, wenn die Krümel in ihren eigenen Betten einschlafen, so wandern sie dennoch nicht selten in der Nacht zu uns. Dazu kommt, dass sie, wenn sie wach sind, gerne auch mal alleine aus dem Bett krabbeln, bei einem Fliesenboden und relativ hohem Bett unter Umständen sehr gefährlich!

Zusammenfassend war der Urlaub auf jeden Fall wunderschon! Wunderschön und anstrengend, aber das ist es zu Hause auch 😉

Folgend habe ich ein paar Tipps gesammelt für Urlaub mit Kleinkindern, denn unser nächster Urlaub ist bereits in Planung 🙂

Für einen entspannten Flug:
Da wir die Krümel während des Fluges auf den Schoß nehmen mussten, haben wir einen dritten Sitz für eine Tasche mit allem nötigen Handgepäck dazugebucht. So hatten wir Bücher, Autos, Windeln, Essen und Trinken direkt griffbereit. Denn wenn man ehrlich ist, ist der Platz, gerade für große Menschen, eh schon sehr begrenzt. Hat man zudem noch ein unter Umständen zappelndes Kleinkind auf dem Schoß, so ist es fast ein Ding der Unmöglichkeit gezielt etwas aus seiner Tasche zwischen seinen Beinen herauszuholen.
Wir hatten das Glück, dass wir beide Flüge erst am Nachmittag hatten. Daher haben wir darauf geachtet, dass die Krümel 4 Stunden vor dem Flug ihren Vormittagsschlaf beendet hattet, damit sie während des Fluges möglichst müde waren. Auf dem Hinweg konnten sie zu Hause in Ruhe schlafen, denn die Fahrtzeit zum Flughafen beträgt gerade mal 15 Minuten. Auf Mallorca haben wir es dann so gemacht, dass wir vormittags schon nach Palma gefahren sind und sie die Fahrtzeit von einer Stunde so zum Schlafen nutzen konnten.

Tragen:
Wenn man mit einem Kleinkind reist, darf man meist neben einem Koffer (20 kg), einem Handgepäck (10 kg), einer kleinen Handtasche auch noch eine Wickeltasche (5 kg) mitnehmen, was bei Zwillingen in Summe über 70 kg Gepäck bedeutet plus dem Kinderwagen / Buggy den wir auf dem Hinflug beim Check-In mit aufgeben mussten und in Palma verpackt gelassen haben, da die Krümel am dösen waren und es einfacher war, alles zu transportieren mit ihnen in den Tragen, die wir einfach auch während des gesamten Fluges umgeschnallt hatten.
Außerdem waren sie super aus Ausflügen, wo man wegen enger Gassen oder jeder Menge Treppen so einfacher voran kam.

Buggy:
Wir haben einen traumhaften Kinderwagen und einen wirklich tollen Buggy! Beide waren mir jedoch zu schade für einen Flug, denn man bekommt zwar kaputte Gegenstände ersetzt, jedoch erhält man den Zeitwert, wovon man das kaputte Teil selten ersetzen kann. Außerdem waren sowohl Kinderwagen als auch Buggy auch im zusammengeklappten Zustand recht sperrig, weswegen wir kurzerhand einen Schirmbuggy für Reisen gekauft haben. Dieser ist zusammengeklappt so klein, dass er auch in einen normalen Kofferraum passt, dass man ihn ggf. mit in den Bus nehmen könnte und wäre er kaputt gegangen, wäre es zwar sehr schade gewesen, aber eben nicht zu ändern. Verpackt haben wir ihn für den Flug mit zwei kleinen Ikea-Taschen und Koffergurten.

Bei der Ankunft:
Auf Mallorca kamen wir um 19 Uhr an. Da die Krümel normalerweise um die Uhrzeit langsam ins Bett gehen, sie jedoch auf dem Flug bereits ausgibig geschlafen haben und wir zum Hotel noch eine einstündige Fahrt vor uns hatten, war unser Rhytmus ordentlich durcheinander. Um im Hotel möglichst wenig Aufregung zu erzeugen, haben wir den beiden ihre Schlafanzüge bereits am Flughafen angezogen und auch die Gute-Nacht- und die Abendflaschen vorbereitet. Natürlich konnten wir sie im Hotel nicht direkt weiter schlafen legen, aber es war stressfrei.

Mietwagen vor Ort:
Um uns sowohl den Stress bei Ankunft und Abreise mit einem Transferbus zu ersparen und auch, um vor Ort flexibel sein zu können, haben wir uns für den gesamten Aufenthalt einen Mietwagen genommen. Rückblickend betrachtet war diese Entscheidung goldwert!

Sitzerhöhungen:
Da wir wider Erwarten kein einziges Mal selbst gekocht haben, haben wir sie leider nicht benötigt. Aber hätten wir uns selbst verpflegt, wären sie perfekt gewesen: Sitzerhöhungen, die jeden Stuhl in einen Kinderstuhl verwandeln können. Es gibt sie zum Aufblasen und in massiv, welche wir besitzen. Zu Hause haben wir sie immer im Auto, so dass wir im Fall der Fälle immer flexibel sein können!

Minipools:
Mitgenommen hatten wir sie eigentlich zum Plantschen am Strand für die Mäuse. Dass das Wasser zu kalt wäre, war uns vorher klar, wäre die Luft jedoch warm genug gewesen, so hätten wir ein paar Liter in die Minipool getan und schon hätten auch unsere Krümel ein bisschen plantschen können. Genutzt haben wir sie letztendlich zum Baden am Abend, da wir nur eine große begehbare Dusche hatten. Die beiden hatten so jeden Abend ihren Spaß und ich musste nicht immer mit rein, um sie sauber zu bekommen. (Aufgepasst, unsere Krabbe war so begeistert davon, dass sie, wenn man vergaß, die Duschtür zuzumachen, auch gerne mal mit Klamotten badete.)

Hausschuhe:
Wer schonmal im Süden Urlaub gemacht hat, weiß, dass die Böden meist gefliest und ziemlich kalt sind. Da unser Zimmer meist nur 20 Grad warm war, kühlten die Krümel recht schnell aus, wenn sie auf dem Boden herumkrabbelten oder herumliefen. Daher hatten wir kuschelige Winterstiefel (ohne feste Sohle) und dicke Trainingshosen mit für morgens. Nach dem Baden am Abend sind sie direkt in die Schlafanzüge und Schlafsäcke gekommen, da es sich mollig aufgewärmt einfach viel besser schläft!

Gute-Nacht-Lied:
Die Krümel hören jede Nacht zum EInschlafen 2 Stunden LaLeLu in Dauerschleife, weswegen ich dieses und andere Lieder auf das ipad gespielt habe.

Babyphone-App:
Unser Appartment war nicht sehr groß und meist bin ich direkt mit den Krümeln schlafen gegangen, aber für alle, die den Abend zum Beispiel noch auf der Terasse ausklingen lassen wollen würden, empfehle ich eine Babyphone-App.

Besteck und Geschirr:
Da unsere Krümel ihre Teller gerne mal vom Tisch fegen, habe ich Plastikteller mitgenommen. Gebraucht haben wir dieses Mal zumindest nicht wirklich, denn meist haben sie das Essen fein säuberlich auf Tischdecke und Boden verteilt… Kleine Gabeln hingegen haben sich als äußerst nützlich erwiesen, denn diese gab es bei uns im Hotel nicht (ich hatte sie eigentlich nur für den flug dabei).

Bananen, Milchbrötchen und Quetschies:
Dadurch, dass wir viele Ausflüge gemacht haben, haben die Krümel statt ihres üblichen 2-stündigen Mittagsschlafes die meiste Zeit vormittags und nachmittags im Auto geschlafen. Das Mittagessen gab es also meist dort, wo wir dann eben waren. Oft gab es ein Restaurant, ofter jedoch nur die Möglichkeit, Fastfood zu essen. Zum Mittag aßen sie also meist einfach Bananen und knabberten während der Fahrt im Kinderwagen ein Brötchen… die warme Mahlzeit gab es dafür dann am Abend. Außerdem hatten wir eigentlich immer Apfelkringel, Quetschies, Cracker und Croissantes dabei, denn nichts ist herzzerreißender als ein vor Hunger schreiendes Kind!

Große Mulltücher:
Perfekt als Schattenspender, Kuscheldecke und Windschutz…

Schnullerbänder und Strohhalmflaschen:
Wir hatten immer Strohhalmflaschen mit dabei und diese mit Hilfe von Schnullerbändern am Kindersitz oder dem Kinderwagen. Denn unsere Krümel sind nach wie vor begeisterte Weitwerfer 😀

Spielzeug:
Wir hatten ein paar Bücher, zwei Autos, zwei Fingerpuppen, Strohhalme, Luftballons und eine Mundharmonika mit, was schon fast zu viel war, denn zum einen haben die Krümel sich immer irgendwas zum Spielen gesucht (und wenn es Stöckchen waren) und zum anderen kann man auch wunderbar direkt vor Ort zum Beispiel Sandspielzeug oder einen kleinen Ball und anderes kaufen. Um im Sand zu spielen, brauchten unsere beiden nicht einmal das, denn kleine Eisschälchen aus Plastik waren vollkommen ausreichend!

Kleine Boxen für Schnullis und Co:
Wir hatten zwei kleine Faltbare Boxen mit, eine stand im Schlafzimmer mit je ein paar Windeln, einer Wickelunterlage, Wund- und Sonnenschutzcreme, in einer weiteren befand sich alles an Kleinkram, was wir benötigten: Nagelknipser, Schnullerbänder, Haarbürste etc.

Eckenschutz und Türzargenschutz:
Gerade bei Zwillingen ist die Gefahr groß, dass eins der Krümel sich seine Hände in der Zarge klemmt bzw. es zu ernsthaften Verletzungen kommt. Wir hatten daher für die Badezimmer- und SChlafzimmertür je einen Schutz mit, den man einfach über das Scharnier steckt, so dass die Tür nicht zugeknallt werden kann. Für Ecken hatten wir ein paar Eckenschutze mit.

Strandmatten und Sonnenschirme:
Diese haben wir direkt vor Ort gekauft.

Baby-Decken:
Da die Krümel auch mal am Strand oder auf der Wiese der Anlage geschlafen haben, es aber gerade im Schatten ziemlich kühl werden konnte, haben wir sie in Decken gewickelt, die wir immer im Kinderwagen hatten. Für nachts hatten wir ebenfalls welche mit (zum Glück).

Windelpanties:
Um unterwegs möglichst flexibel sein zu können und da nicht überall Wickelräume zur Verfügung stehen, haben wir für unterwegs Windelpanties dabei gehabt. So konnten wir überall (zum Beispiel auf der Promenade, am Strand, im Supermarkt, im Zoo, am Auto etc.) die Krümel problemlos wickeln.

Hosen:
Kleinkinder, die gerade erst angefangen zu haben, zu laufen, krabbeln gerne ab und zu, gerade, wenn sie irgendwo sind, wo sie es noch nicht kennen. Und da man im Urlaub viel unterwegs ist und die Krümel sich ja auch austoben können sollen, sind in unserem Fall leider ein paar Hosen nun entweder ziemlich dreckig oder sogar löchrig an den Knien. Hier muss ich mir für den Sommer noch etwas überlegen. Vermutlih werde ich aber einfach die Hosen aus diesem Urlaub noch einmal mitnehmen und sie danach dann entsorgen…

Farbige Bodies:
Sonnencreme ist Pflicht! Doch leider verfärbt sich weiße Kleidung bei Kontakt mit dieser gelb, was ziemlich ärgerlich ist! Daher werden wir im nächsten Urlaub auf jeden Fall auf weiße Bodies verzichten.

Sonnenhüte:
Ich denke, gerade kleine Kinder benötigen noch keine Sonnenbrillen, da sich die Augen an Sonnenlicht gewöhnen sollen und da unsere sich vermutlich mit ziemlicher Sicherheit darum streiten würden, würden sie entweder ziemlich schnell zerbrechen, zerkratzen oder in’s Auge gehen. Wir haben eher darauf geachtet, dass sie draupen immer einen Sonnenhut getragen haben.

Feuchttücher:
Zu Hause nutzen wir diese eigentlich so gut wie nie, auf Reisen sind sie bei uns ein Muss. Für’s Wickeln, Händewaschen nach dem Krabbeln auf der Straße, dem Streicheln von Tieren oder dem Manschen mit dem Essen, für das Sand-aus-dem-Gesicht-waschen, für klebrige Münder und und und…

Vielleicht ist ja auch für Euch der eine oder andere Tipp dabei. Falls ja, lasst es mich gerne wissen! Oder Ihr habt weitere Tipps, dann freue ich mich ebenfalls sehr über einen Kommentar!

Liebe Grüße
Eure Pippa

PS: Die Krümel waren zum Zeitpunkt des Urlaubes 15 Monate alt.

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7 Kommentare

  1. „Wunderschön und anstrengend, aber das ist es zu Hause auch“ ist mein Lieblingszitat! Vielen Dank für den Artikel, ich könnte hier eigentlich mit Notizblock daneben sitzen 😀 Die Idee mit den angebundenen Wasserflaschen werde ich aber definitiv urlaubsunabhängig umsetzen, sobald die Früchtchen das selbst können, das ist ja genial!!!

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